Innovative Motion der GLP Zug: Uhren um einen Monat vorstellen

Innovative Motion der GLP Zug: Uhren um einen Monat vorstellen

Die Sommerzeit wurde eingeführt, um die hellen Abendstunden zu nutzen statt Kunstlicht. Der Effekt ist gemäss Studien jedoch überschaubar.

Die GLP Zug als zukunftsorientierte Partei hat nun eine innovative Motion eingereicht, um dennoch wertvolle Energie einzusparen. Sie verlangt, dass die Uhren im Sommer nicht nur um eine Stunde, sondern gleich um einen Monat vorzustellen sind, sodass ein merklich grösserer Spareffekt eintritt.

Konkret würde auf die Nacht des 31. März gleich der 1. Mai folgen. Man spart damit gleich dreissig Tage künstliches Licht!
Natürlich muss die Umstellung im Winter wieder korrigiert werden. Der Vorschlag sieht vor, dass nach Silvester der Dezember nochmals von vorne beginnt.

Der Ansatz hätte noch weitere positive Effekte auf die Wirtschaft, wie die Partei in einer Medienmitteilung schreibt:
“Für Bergsportgebiete entfällt der umsatzschwache Monat der Zwischensaison komplett, und damit auch die teuren Revisionsarbeiten, die dann stattfinden. Dafür wird die lukrative Wintersaison gleich um einen ganzen Monat verlängert!”

Dass sich die Geschäfte freuen, gleich zwei Mal starke Dezember aufeinander zu erleben, sei selbsterklärend, so die Partei weiter.
Gewerkschaften wiederum freut es, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Schichtbetrieb, etwa in Spitälern, im neuen Modell auch zum Zug kommen. So ist die Chance gross, dass sie wenigstens an einer der zwei Silvesterpartys teilnehmen können.
Auch ist die Aktion “2x Weihnachten” viel einfacher umzusetzen.

Ein paar wenige Knackpunkte bleiben, lässt die GLP verlauten.
Was ist mit Geburtstagskindern des Aprils? Doch auch hier hat die Partei eine Lösung parat: mit dem Geburtstags-Ausgeich (kurz “Gag”) werden Geschenke gerecht umverteilt. Diese Ausgleichssteuer läuft analog zum kantonalen Finanzausgleich. Geburtstagsschwache Kinder erhalten im April Geschenke von Geburtstagsstarken Kindern des Dezembers.

Und weiter: “Mit diesem Vorstoss setzen wir uns für die Anliegen nach unserer Leitlinie ein: nämlich für eine grüne und wirtschaftsfreundliche Politik, mit pragmatischen und modernen Ansätzen im Austausch mit der Bevölkerung.”

So sucht die Partei noch nach Ideen bei den Feiertagen.
Was, wenn Ostern wie in diesem Jahr in den April fällt? Eine Möglichkeit wäre, die Feste jeweils um eine Position zu schieben. So wäre dann Ostern an Auffahrt, Auffahrt an Pfingsten und Pfingsten würde man am 1. August feiern.
Soweit so gut.
Ein bisschen komplizierter wird es dann im Dezember. Nämlich dann, wenn der 1. August am ersten der beiden Weihnachten gefeiert wird und im zweiten Monat Dezember das erste Weihnachtsfest anfällt.

Aber alles machbar – Hauptsache, der 1. April fällt nicht aus.
Denn dies wäre nicht im Sinne des Motionärs.