Im Vorfeld der kantonalen Abstimmung vom 18. Mai 2025 organisierte die GLP ein Podium mit einem Fachmann zur Ökonomie des Wohnungsmarktes sowie Vertretern der 3 zur Auswahl stehenden Optionen bei der Abstimmung, d.h. Befürworter der Initiative, des Gegenvorschlages sowie der Option eines doppelten Neins.
Marco Salvi, Senior Fellow und Forschungsleiter bei Avenir Suisse machte den Anfang und erläuterte, warum sich der Wohnungsmarkt trotz aller Einschränkungen wie ein normaler Markt verhält, sprich dem Spiel von Nachfrage und Angebot unterliegt. Wohnen sei ein sogenanntes “Normales Gut” und wenn die Einkommen steigen, dann steigt die Zahlungsbereitschaft und entsprechend die durchschnittliche Miete an. Dies zeigt sich eindrücklich an der sehr starken Korrelation zwischen durchschnittlichen Einkommen und durchschnittlichen Mietkosten in den Schweizer Regionen. So bleiben die Einflussmöglichkeiten des Staates im Wohnungsmarkt beschränkt, bzw. kommen sie nicht zwingend bei denen an, den man eigentlich helfen möchte. Im Fall von Zug kommen gleich mehrere Faktoren zusammen, die dies bestärken; die Region ist attraktiv, verkehrstechnisch gut erschlossen mit kurzen Fahrzeiten nach Zürich, Zürich Flughafen und Luzern. Zudem ist Zug selbst ein Wirtschaftsstandort mit Potenzial und einem milden Steuerklima. Diese Faktoren treiben die Nachfrage und das relativ hohe Lohnniveau sorgt zusätzlich dafür, dass die Mieten steigen und das Wohnen in Zug für viele nicht mehr erschwinglich ist.
Zari Dzaferi, Gemeinderat Baar und Co-Präsident der SP Kt Zug stellte die Initiative der SP vor und erläuterte welche Anliegen diese verfolgt,
Martin Zimmermann, Kantonsrat und Fraktionschef der GLP stellte den Gegenvorschlag des Kantonsrates vor und erläuterte warum diese der Initiative vorzuziehen sein, und als letzter vertrat
Michael Arnold, Kantonsrat und Fraktionschef der FDP die Position des doppelten Nein, d.h. warum es seiner Meinung nach besser wäre alles so zu belassen, wie es ist.
Bei der anschliessenden Abstimmung unter den anwesenden Mitgliedern der GLP war die Initiative chancenlos und wurde ohne Gegenstimme (bei 2 Enthaltungen) abgelehnt.
Der Gegenvorschlag wiederum obsiegte mit deutlichem Mehr, mit 24 : 11 Stimmen gegen die Option eines doppelten Neins.
Die GLP hat somit für die Abstimmung vom 18. Mai die Ja Parole für den Gegenvorschlag gefasst und empfiehlt wie folgt abzustimmen:
- Initiative: Nein
- Gegenvorschlag: Ja
- Stichfrage: Gegenvorschlag