Auch diesen Donnerstag ist die Traktandenliste des Kantonsrats rappelvoll. Nicht weniger als 33 Geschäfte stehen auf dem Programm. Auffällig viele davon betreffen den Bildungsbereich: Neben Baukrediten für das Kaufmännische Bildungszentrum KBZ und das Bildungszentrum Gesundheit XUND steht vor allem die Totalrevision des Gesetzes über Ausbildungsbeiträge an. Damit wird das Zuger Stipendienwesen an das interkantonale Stipendienkonkordat angepasst, was sinnvoll ist.
Wir begrüssen das Ziel des Regierungsrats, die Zahl der Stipendienberechtigten zu erhöhen. Dies vor dem Hintergrund, dass neben den Stipendien für Studierende an den Unis und FHs ein Grossteil der Beiträge nach wie vor auf der Sekundarstufe II ausgerichtet wird. Wichtig ist jedoch ein kontinuierliches Monitoring: Erreichen wir die gesetzten Ziele? Müssen wir bei Bedarf anpassen? Gerade mit den neuen Einkommensrichtwerten könnten künftig deutlich mehr Personen Anspruch auf Beiträge erhalten.
Neu eingeführt werden zudem Arbeitsmarktstipendien. Damit können in begründeten Fällen auch Erwerbstätige unterstützt werden. Wir Grünliberalen begrüssen diese Erweiterung ausdrücklich – sie entspricht dem modernen Bildungsverständnis des lebenslangen Lernens, fördert Weiterbildungen, unterstützt die (Re-)Integration in den ersten Arbeitsmarkt und trägt schlussendlich zur Standortattraktivität bei.
Klemens Iten
Kantonsrat GLP, Unterägeri