Postulat der GLP-Fraktion betreffend Studie zur Veloinfrastruktur

Postulat der GLP-Fraktion betreffend Studie zur Veloinfrastruktur

Der Regierungsrat wird beauftragt, eine Studie in Auftrag zu geben, die simuliert, wie sich die Verkehrsflüsse verändern, wenn der Strassenraum prioritär auf die Bedürfnisse des Veloverkehrs und der E-Bikes ausgerichtet wird.

 

Im Richtplan Kapitel M 2 Flächen- und energieeffiziente Mobilität wird unter M 2.1 Planungsgrundsätze in Artikel 1 festgehalten: «Kanton und Gemeinden nutzen die Infrastrukturen effizient und situationsgerecht, sie weisen die vorhandenen Verkehrsflächen möglichst den flächeneffizienten Mobilitätsformen zu.» Der Langsamverkehr – insbesondere das Velofahren – ist nachweislich eine der flächen- und energieeffizientesten Mobilitätsformen. Fahrräder beanspruchen im Vergleich zum motorisierten Individualverkehr nur etwa ein Zehntel der Verkehrsfläche pro beförderte Person.

 

Gleichzeitig trägt die Förderung des Veloverkehrs zur Reduktion von CO₂-Emissionen, Luftschadstoffen und Lärmbelastung bei. Simulationen, wie sie hier vorgeschlagen werden, ermöglichen es, wissenschaftlich fundiert darzustellen, welche Potenziale eine konsequente Priorisierung des Veloverkehrs auf die Verkehrsflüsse, die Auslastung der Hauptverkehrsachsen und die Nutzung bestehender Infrastrukturen hat.

 

Darüber hinaus liefert eine solche Studie Antworten auf zentrale Fragen der Raum- und Verkehrsplanung: Wie kann der bestehende Strassenraum so organisiert werden, dass Kapazitäten für emissionsarme, platzsparende Mobilität wachsen, ohne die Erreichbarkeit für alle Verkehrsteilnehmenden unverhältnismässig einzuschränken? Die Resultate würden dem Regierungsrat und den Gemeinden ermöglichen, mittel- und langfristig faktenbasierte Entscheide für eine zukunftsfähige, klimaverträgliche und flächeneffiziente Mobilität zu treffen.