Die GLP setzt sich ein für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Schweiz und Region.
Noch werden unsere Werte nicht überall gelebt.
Aus diesem Grund hat sich die GLP Kanton Zug entschlossen, eine weitere innovative Motion einzureichen.
Aus «Baden» wird «Duschen»
Einige mögen sich vielleicht noch daran erinnern, dass die Stadt Zug früher «Auto» hiess.
Auf Antrag der GLP wurde die Ortschaft umbenannt in «Zug» – just, um das Bestreben einer ökologischen Mobilität zu unterstreichen.
Jetzt will die GLP Kanton Zug noch einen Schritt weitergehen. Mehrere Ortschaften in der Schweiz sollen ganz im Sinne der Parteiziele umbenannt werden und den Themen so zu mehr Schwung verhelfen.
Deshalb hat die GLP heute eine Motion präsentiert, gemäss welcher mehrere Namensänderung vorgeschlagen werden.
Bekannt ist etwa, dass volle, heisse Badewannen viel Energie und Wasser verbrauchen. Entsprechend soll die Bevölkerung zum Umdenken ageregt werden, indem die Stadt «Baden» neu «Duschen» heisst.
Das ist nicht ganz unbestritten. Die Stadt hat zwar Verständnis für den Wunsch geäussert, doch sei ihr der Schritt zu radikal. Sie hat deshalb einen indirekten Gegenvorschlag eingereicht, in welchem die Ortschaft erstmal in «Kaltbaden» umbenannt werden soll.
Ein starkes Zeichen für den Freihandel
Oft war in den letzten Jahren auch die Handelspolitik ein Thema, wo sich die GLP für den liberalen Weg einsetzt. «Der Name ‚Zoll-ikofen‘ scheint uns deshalb recht ungünstig», so die Motionärin. Sie schlägt vor, dass das bernische Dorf ab 2030 «Freihandliswil» heisst.
Die Grünliberalen sind affin für Digitalisierung und moderne Zahlungsmittel. Auch das lässt sich problemlos in Ortsnamen verfestigen. Was würde sich hier besser eignen als Baar?
«Das war für uns ein No-Brainer», heisst es von der Partei. «Wir sind deshalb schon länger mit dem Dorf in engem Austausch, um Baar in ‚Twint‘ umzubenennen».
Auch der Gemeinderat ist begeistert: «Baar und Twint haben vieles gemeinsam: sie sind beide modern, stark am Wachsen und vieles dreht sich um tiefe Gebühren. Von daher stehen wir voll hinter dem Vorschlag!».
Noch unklar ist der Ausgang im Kanton Nidwalden. Um vermehrt auf den Tierschutz aufmerksam zu machen, soll «Wolfenschiessen» zum harmloseren «Entenstreicheln» werden.
Allerdings hat auch hier die Verwaltung einen Gegenvorschlag eingereicht. Sie meint in einem schriftlichem Statement: «Wenn wir schon Enten nehmen, dann nutzen wir lieber gleich den Werbeeffekt und setzen auf den Namen ‚Entenhausen‘. Wir wären auf einen Schlag viel bekannter, in jedem Kiosk zu finden und hätten eine riesen Fangemeinde!».
Welcher Name es schlussendlich wird, ent(!)scheidet sich an der Urne.
Weniger umstritten ist die Lage im Kanton Schwyz. Wichtiges Anliegen der GLP ist, dass umsichtig mit dem knappen Boden umgegangen und deshalb vermehrt verdichtet gebaut wird.
Entsprechend wird das Städtchen «Einsiedeln» einen effizient-ökologischeren Namen kriegen: «Verdichteln».
Ungewohnt, aber wirksam
Erfreuliches gibt es auch aus der Gantrischregion zu vermelden.
Da Erdgas-Heizungen für einen grossen Teil der CO2-Ausstoss verantwortlich sind, wird «Gasel» im Kanton Bern umbenannt in «Wärmepumpe».
Wir haben uns im Dorf rumgehört.
«Es ist schon etwas gewöhnungsbedürftig, wenn ich sage ‚Ich komme aus Wärmepumpe'», meint etwa Einwohnerin Solarissa (18j, Name geändert).
«Andererseits bin ich stolz, sozusagen mitten in der Energiewende zu sein.»
Insgesamt ist die Vorlage somit auf Kurs und trifft auf viel Zustimmung, auch wenn es noch letzte offene Fragen gibt.
Eine Knacknuss ist etwa noch Tramelan BE. Die Gemeinde ist vom Namen her vorbildlich, doch fährt leider kein Tram durch das Dorf.
Diese Diskrepanz stört die Initianten.
Die elegante Lösung: das heutige Verkehrsmittel «Tram» wird von nun an «Zürich» genannt – wo es ja tatsächlich viele Tramlinien gibt.
Das wäre nichts als konsequent.
Auch wenn es gewöhnungsbedürftig sein wird mit Sätzen wie
«Das Ticket für die Reise in Zürich und Zug nach Wärmepumpe habe ich in Twint in Bar bezahlt – am Automat».