ISZL gehört zu Zug

ISZL gehört zu Zug

An der Sitzung vom 30. April 2026 hat der Zuger Kantonsrat in erster Lesung  ein Darlehen an die International School of Zug and Luzern (ISZL) in der Höhe von maximal 15 Mio. CHF besprochen. Das Eintreten auf die Vorlage war dabei, überraschenderweise, relativ knapp mit 38 gegen 34 Stimmen. Mit dem Darlehen würde die ISZL dringend benötigte Schulraumerweiterungen finanzieren. Einerseits gibt es hier die allgemeine Thematik, ob der Kanton überhaupt Darlehen an private Organisationen wie die ISZL gewähren soll. Daneben steht die ISZL auch für die Expats in unserem Kanton, welche ihre Kinder häufig an die ISZL senden. Die jährlichen Schulkosten pro Schülerin/Schüler können dabei an der ISZL bis über 30’000 CHF betragen. Das knappe Abstimmungsbild im Kantonsrat zeigt somit, dass viele Volksvertreter hier gewichtige Vorbehalte haben, einer Schule für (reiche) Expats ein Darlehen aus Steuergeldern zu gewähren.

 

Wobei Stichwort Darlehen: Der ISZL wird nichts geschenkt, es ist ein Darlehen, welches die ISZL inkl. Zins vollumfänglich wieder zurückzahlen muss, wie sie dies vor einigen Jahren schon mal gemacht hat. Weiter werden die gemeindlichen Schulen durch die ISZL auch stark entlastet. Man sollte sich doch vorstellen, mit welchen Herausforderungen die gemeindlichen Schulen im Kanton konfrontiert wären, wenn plötzlich auch noch viele der 1200 aktuellen Schülerinnen und Schüler der ISZL dazu kämen. Sehr viele davon sprechen kein Deutsch und bleiben ja auch nur wenige Jahre in der Schweiz. Die gemeindlichen Schulen sind aktuell schon stark mit fremdsprachigen Kindern ausgelastet.

 

Ich unterstütze die Gewährung dieses Darlehens. Der Kanton Zug ist ein erfolgreicher Standort für internationale Firmen und nicht nur die Unternehmen, sondern auch deren Angestellte inkl. Kinder sollen hier gute Voraussetzungen vorfinden. Die ISZL wird sehr gut geführt und hat schon diverse Auszeichnungen erhalten. Weiter ist die ISZL keine Konkurrenz zur öffentlichen Schule, sondern eine sinnvolle Ergänzung für die Kinder von Familien, welche oft nur einige Jahre in unserem Kanton wohnen. Die zweite Lesung und die Schlussabstimmung sind angesetzt für den 1. Juli, es bleibt spannend.

 

Reto Vogel, Kantonsrat GLP, Rotkreuz

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