Kreislaufwirtschaft zum Anfassen – Innovation made in Zug

Kreislaufwirtschaft zum Anfassen – Innovation made in Zug

An einem wunderschönen Sommerabend versammelten sich so viele interessierte Gäste vor dem Zugorama, dass selbst die grünen Sicherheitswesten knapp wurden. Der gemeinsame Anlass der GLP Kanton Zug mit V-ZUG, dem Institut für Wissen, Energie und Rohstoffe Zug (WERZ) der Ostschweizer Fachhochschule und GGZ@Work zeigte eindrücklich: Kreislaufwirtschaft bewegt.

 

Den Auftakt bildete eine Besichtigung der Kreislauffabrik von V-ZUG. Marc Vetterli führte die Teilnehmenden durch die Produktion und zeigte am Beispiel einer Waschmaschine, wie das Unternehmen die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft umsetzt. So werden bereits heute die Geräte langlebig und reparierbar konzipiert. Doch auch solche Geräte erreichen das Ende ihrer Nutzungsdauer. Dann werden möglichst viele Bestandteile entnommen und direkt weiterverwendet. Bei Metallen funktioniert das herkömmliche Schreddern gut. Schwieriger ist die Rückgewinnung verschiedener Kunststoffe, da sie oft nicht sortenrein getrennt und aufbereitet werden können. Die Vision von V-ZUG ist, ihre Produkte von Anfang an so zu konzipieren, dass sie sich in sortenreine Bestandteile zerlegen lassen und diese am Ende der Nutzungsdauer direkt in neuen Geräten weiterverwendet werden können – ohne Umweg über den Ökihof.

Im anschliessenden Podiumsgespräch diskutierten Marc Vetterli, Felix Rost und Anita Schillinger von GGZ@Work unter der Moderation von Eliane Weiss (GLP Unterägeri) über die Chancen und Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft. Felix Rost beleuchtete die wissenschaftliche Perspektive und geläufige Missverständnisse der Kreislaufwirtschaft, während Marc Vetterli ausführte, dass Kreislaufwirtschaft nur gemeinsam mit allen Partnern der Wertschöpfungskette gelingen kann. Anita Schillinger berichtete von der erfolgreichen Zusammenarbeit mit V-ZUG, bei der Menschen aus dem zweiten Arbeitsmarkt im Auftrag der V-ZUG Waschmaschinen demontierten und damit im Pilot bewiesen, dass sich deren Bestandteile effektiv sortenrein aufbereiten lassen.

 

Beim anschliessenden Apéro wurde die Idee der Kreislaufwirtschaft gleich weitergelebt mit übergebliebenen Backwaren der Bäckerei Speck – herzlichen Dank dafür.