Heiratsstrafe abschaffen: GLP bleibt die letzte liberale Stimme im Kanton Zug

Heiratsstrafe abschaffen: GLP bleibt die letzte liberale Stimme im Kanton Zug

Am 8. März 2026 entscheidet die Schweizer Stimmbevölkerung über die Abschaffung der Heiratsstrafe. Während eine konservative Allianz aus SVP und Mitte das Referendum gegen die vom Parlament beschlossene Reform ergriffen hat, hat nun sogar die FDP Kanton Zug die Vorlage ihrer eigenen Frauensektion abgelehnt. Damit ist die GLP im Kanton Zug als einzige bürgerliche Partei überzeugt vom Nutzen der Individualbesteuerung – und setzt sich aktiv für ein fortschrittliches, faires und wirtschaftsfreundliches Steuersystem ein.

 

«Die Individualbesteuerung bedeutet für 50% der Betroffenen eine tiefere Steuerrechnung, für 36% bleibt die Steuerbelastung unverändert. 14% erfahren eine moderate Mehrbelastung, denn der Heiratsbonus für sehr ungleiche Einkommen von ab 400’000 Franken fällt weg.» sagt GLP-Präsidentin Tabea Estermann. «Die Schweiz braucht endlich eine Besteuerung, die unabhängig vom Zivilstand funktioniert – fair, transparent und fortschrittlich.»

 

Gleichstellung statt Heiratsstrafe
Mit der Individualbesteuerung wird das Einkommen jeder Person einzeln und unabhängig vom Zivilstand besteuert. So fällt die diskriminierende Heiratsstrafe endlich weg. Vor allem Frauen – die heute oft die Zweitverdienenden sind – können künftig ihr Arbeitspensum erhöhen, ohne steuerlich benachteiligt zu werden. Das stärkt ihre finanzielle Unabhängigkeit und die Gleichstellung.

 

Mehr Fachkräfte dank besseren Erwerbsanreizen
Die Reform lohnt sich auch ökonomisch: Alle Experten sagen unisono: Mit der Individualbesteuerung würden viele ihre Pensen erhöhen – vornehmlich Frauen. Als Folge könnten bis zu 44‘000 neue 100 Prozent-Stellen besetzt werden. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag gegen den Fachkräftemangel und sichert langfristig unsere Sozialwerke – ein Gewinn für Wirtschaft und Gesellschaft.

 

Vereinfachung statt Bürokratie
Die Gegner der Vorlage behaupten, die Reform führe zu mehr Verwaltungsaufwand. Das Gegenteil ist der Fall: Die Individualbesteuerung beendet das komplizierte Hin und Her zwischen Einzel- und Kollektivbesteuerung. «Niemand kommt verheiratet zur Welt, jeder geht alleine von der Welt und viele Ehen werden geschieden – deshalb soll auch das Steuersystem von Anfang bis zum Schluss an individuell und einfach funktionieren», betont Estermann. Die grosse Anzahl von zusätzlichem Dossier ist in einer digitalen Welt komplett irrelevant für den Aufwand der Steuerverwaltung, denn es gibt genau gleich viele Häuser, Aktien und Bankkonti, die man veranlagen muss – ganz egal ob sie in einer oder in zwei Dossier-Nummern aufgelistet werden. Die Gegner – inklusive der FDP Kanton Zug – verstecken ihre wertekonservative Haltung hinter dem Pseudoargument von Bürokratie. Es ist in einer freien Demokratie erlaubt sich für eine  Frau-an-den-Herd Haltung und den Wunsch nach dem Heiratsbonus für Einverdienerhaushalte einzusetzen, aber dann sollte man das auch dazu stehen.

 

Mit einem Ja zur Individualbesteuerung setzt die Schweiz ein starkes Zeichen für Chancengleichheit, Eigenverantwortung und eine moderne Gesellschaft.