Beim letzten Stammtisch der GLP Kanton Zug stand ein echtes Zuger Erfolgsmodell im Zentrum: die Firma smart-me in Rotkreuz. Das innovative Unternehmen entwickelt und produziert intelligente Energiemanagement-Systeme – und zeigt eindrücklich, wie die Energiewende mit unternehmerischem Geist konkret umgesetzt werden kann.
Vor Ort erhielten die GLP Mitglieder spannende Einblicke in Forschung und Entwicklung sowie in die Produktion moderner Stromzähler und E-Ladestationen. Besonders überzeugend ist neben der Hardware auch die Softwarelösung von smart-me: Sie macht Energieflüsse in Gebäuden in Echtzeit sichtbar, ermöglicht eine intelligente Steuerung und sorgt für eine verursachergerechte Abrechnung von lokalem Solarstrom. So wird das Gebäude selbst zum Kraftwerk.
Eingeladen hatte Fabian Trinkler, GLP-Mitglied aus Baar und Führungskraft bei smart-me sowie bei der verbundenen Plattform eCarUp. Letztere ermöglicht es auch Privaten, ihre Ladestationen Dritten zugänglich zu machen – gewissermassen ein «Airbnb für Ladestationen», wie Fabian Trinkler ausführte. Gemeinsam mit seinem Kollegen Fabio Giddey aus Cham stellte er den Teilnehmenden die Produkte sowie die Herausforderungen und Chancen im Markt vor.
So etwa beim Pilotprojekt zu sogenannten Second-Life-Batterien: Ausgediente Batterien von Elektroautos werden dabei als stationäre Heimspeicher weiterverwendet. Dieser innovative Ansatz schont Ressourcen im Sinne der Kreislaufwirtschaft, steht jedoch im Wettbewerb mit den laufend sinkenden Batteriepreisen.
Der Anlass hat einmal mehr gezeigt: Im Kanton Zug gibt es echte «versteckte Perlen» der Cleantech-Branche. Unternehmen wie smart-me verbinden technologische Innovation mit konkretem Nutzen für Wirtschaft und Gesellschaft und schaffen dabei auch lokale Arbeitsplätze – genau das, was es für eine erfolgreiche Energiewende braucht.
Der Stammtisch bot nicht nur spannende Einblicke; beim Apéro blieb auch Zeit für einen wertvollen Austausch zur Zukunft unseres Energiesystems.