Am 14. Juni 2026 hat die Zuger Stimmbevölkerung den Bebauungsplan Metalli mit 6’743 Ja- zu 4’929 Nein-Stimmen angenommen. Die Stimmbeteiligung von fast 70 Prozent zeigt: Die Bevölkerung unterstützt eine gezielte Verdichtung an den richtigen Orten.
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Für die GLP ist klar: Mehr Wohnraum entsteht nicht durch das Überbauen von Grünflächen, sondern durch die intelligente Nutzung bereits erschlossener Gebiete. Die Metalli zeigt, wie dies gelingen kann. Dort, wo Arbeitsplätze, Einkaufsmöglichkeiten und der öffentliche Verkehr bereits vorhanden sind, soll zusätzlicher Wohnraum entstehen. Wer neue Arbeitsplätze schafft, muss gleichzeitig auch Wohnraum ermöglichen – Arbeitsmarkt und Wohnungsmarkt müssen gemeinsam gedacht werden.
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Dazu gehört mehr gemeinnütziger Wohnraum als Teil eines vielfältigen Angebots. Familien, Menschen mit tiefen und mittleren Einkommen sowie Lehrpersonen, Pflegefachpersonen und Mitarbeitende der städtischen Dienste sollen weiterhin in Zug wohnen können.
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Mit dem Volksentscheid ist der Weg für die Weiterentwicklung der Metalli frei. Jetzt gilt es, die bewilligten Hochhauszonen konsequent zu nutzen, bevor neue Grünflächen beansprucht werden. Einsprachen gehören zum Rechtsstaat, dürfen aber dringend benötigten Wohnraum nicht unnötig verzögern.
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Auch die Entwicklung des Theilerplatzes bietet eine grosse Chance. Hier kann die 10-Minuten-Gesellschaft Realität werden: Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Freizeit liegen nahe beieinander. Das reduziert den Pendelverkehr und erhöht die Lebensqualität. Dafür braucht es sichere Velowege, einen dichteren Takt im öffentlichen Verkehr und klimaangepasste Freiräume. Der Stadttunnel ist zwar gescheitert, die Tunnelportale bleiben jedoch im Richtplan und sichern langfristige Entwicklungsmöglichkeiten.
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Wenig zielführend ist dagegen die Diskussion um einen Kauf der Villa Frauenstein durch die Stadt. So attraktiv ein zusätzlicher Seezugang sein mag: Die Liegenschaft schafft keinen bezahlbaren Wohnraum. Öffentliche Mittel sollen dort eingesetzt werden, wo sie den grössten Nutzen für die Bevölkerung bringen.
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Mehr Wohnraum allein genügt nicht. Gute Mobilität, Räume für Freiwilligenarbeit und ein starker gesellschaftlicher Zusammenhalt gehören ebenso dazu. Mit klaren Prioritäten kann Zug nachhaltig wachsen und seine hohe Lebensqualität bewahren.