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Neues aus dem Kantonsrat 🏛️ An der Sitzung vom 26. und 27. November 2025 behandelten wir das Budget 2026 und diverse Vorstösse zu unterschiedlichen Themen.
Wir haben in einer Interpellation beim Regierungsrat nachgefragt, wie der Kanton Zug seine Emissionen erfasst und plant, diese zu senken. Konkret wollten wir wissen wie hoch die Emissionen in Scope 1, 2 und 3 sind und welches Basisjahr für die Berechnungen gilt. Zudem wollten wir wissen welche Mittel geplant sind und mit welchen Kosten pro Tonne CO₂ rechnet der Kanton für die verbleibenden Emissionen im Jahr 2040 rechnet. Diese Fragen entstanden aus dem Eindruck, dass in der Energie- und Klimastrategie wichtige Details – etwa das Basisjahr, die genaue Emissionsaufteilung und ein klarer Absenkpfad – bisher gefehlt haben. Aus der Antwort der Regierung geht nun hervor, dass diese Punkte erkannt wurden und ab nächstem Jahr systematisch erfasst und dokumentiert werden. Das begrüssen wir sehr – und bleiben dran.
Zudem haben wir in einem Postulat gefordert, dass auf sämtlichen kantonalen Liegenschaften mit Parkplätzen eine angemessene Anzahl von Ladestationen für Elektrofahrzeuge zu installieren. Die Regierung zeigt auf, dass sie dies bereits bedarfsgerecht umsetzten. Wir finden sie könnten noch einen Gang zulegen, aber die Richtung stimmt.
Auch unser Postulat für einen barrierefreien Zugang dank kantonaler digitaler Assistenz – etwa in Form eines KI-basierten Chatbots – wurde heute behandelt. Ein solches conversational interface würde den Zugang zu amtlichen Informationen für Bevölkerung und Medien entscheidend vereinfachen. Nutzerinnen und Nutzer könnten gezielt Antworten erhalten, ohne sich zuerst durch komplexe Ablagestrukturen arbeiten zu müssen. Es ist deshalb bedauerlich, dass der Rat dieses zukunftsorientierte Anliegen ablehnt.
Zudem fragen wir in einer neu eingereichten Interpellation nach: Wie digital sind die Zuger Notariate? Seit Juni 2023 ist das Bundesgesetz über die Digitalisierung im Notariat (DNG) in Kraft. Es ermöglicht die Ausstellung öffentlicher Urkunden und Beglaubigungen in elektronischer Form und schafft die Grundlage für schweizweit einheitliche digitale Prozesse. Die GLP-Fraktion will nun wissen, wie weit der Kanton Zug mit der Umsetzung ist: Wie digital arbeiten die Zuger Notariate im Vergleich mit anderen Kantonen? Wie hoch ist der Anteil elektronischer Urkunden? Und welche Effizienzgewinne konnten bereits erzielt werden? Aus Sicht der GLP soll der Kanton Zug als technologieaffiner Standort eine Digital-First-Strategie verfolgen: Elektronische Beurkundungen sollen zur Regel werden – nicht zur Ausnahme. Dafür regt die Fraktion eine Anpassung des kantonalen Beurkundungsgesetzes an.
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